1. Prioritätenkatalog

Der 1. Prioritätenkatalog wurde vom Ministerrat am 22. Februar 2011 beschlossen.

Die Basis für den 1. Prioritätenkatalog der Bundesregierung stellt die INTERNETDEKLARATION dar, die hochrangige Vertreter der IKT-Wirtschaft ein Jahr davor am 9. Februar 2010 der Bundesregierung übergaben.

Die Maßnahmen des 1. Prioritätenkatalogs:

Best Practise Plattform: iktprojekte.at
Um das Potenzial der österreichischen IKT-Wirtschaft zu steigern, sollen attraktive Inhalte und Dienste in einem interoperablen und grenzenlosen Internetumfeld bereitgestellt und bekanntgemacht werden – dazu wurde iktprojekte.at eingerichtet.


Handysignatur für jeden Bürger
Das Kabinett des Staatssekretärs Ostermayers und der Präsidialchef des Bundeskanzleramts haben am 21.11.2010 das einjährige Projekt beauftragt, um die unterschiedlichen Prozesse zu koordinieren, besser zu überblicken und steuern zu können. Dabei sollten die Methoden des Projektmanagements als Ausgangsbasis verwendet werden und an die Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung angepasst werden.


Tarifsituation im Index überprüfen
Die im NRI dargestellte Tarifsituation stimmt mit den Wahrnehmungen aus anderen internationalen Vergleichen nicht überein. Daher soll geprüft werden, wie die Daten erhoben, welche Quellen dafür herangezogen und welcher Warenkorb dafür verwendet wird. Sollten die Daten sich als unrichtig erweisen, ist die Bitte um Korrektur einzureichen.


Klimaschutz jetzt: Green ICT
Green ICT soll stärker im Bewusstsein der öffentlichen Verwaltung und der Unternehmen verankert sein. Dabei sollen Veranstaltungen, Workshops, Initiativen gestartet werden.


Öffentliche Verwaltung - öffentliche Daten
Eine ausgewogene Lösung zwischen genereller Freigabe von Daten und Bewahrung der Interessen der Verwaltung ist im Rahmen von Open Government zu entwickeln. Einige attraktive und originelle Beispiele sollten realisiert werden. Die zu lukrierenden Potenziale sind in einem ersten Schritt zu erheben. Dann ist eine Strategie zu definieren. In der digitalen Agenda ist dieser Punkt ebenfalls enthalten.


Venture Capital für High-Tech-Unternehmen
Die aws stellte im Rahmen der Venture-Capital-Initiative in einem ersten Pilotprojekt insgesamt € 15 Mio. als Investor an VC-Fonds mit Investitionsschwerpunkt Österreich zur Unterstützung von Forschungs-und technologieorientierte Unternehmen zur Verfügung.
Im Rahmen eines 2. Calls werden insgesamt € 5 Mio. Risikokapital für junge forschungs- und technologieorientierte Unternehmen bereit gestellt.


Elektronische Rechnungen an den Bund
Der elektronische Austausch von Rechnungen stellt ein großes Einsparungspotential für Unternehmen und die Verwaltung dar. In diesem Projekt werden an den Bund gerichtete Rechnungen in das einheitliche System des Haushalts- und Rechnungswesens (HV-System) automatisiert übernommen und deren Bearbeitung (Prüfung, Buchung und Zahlung) durch einen elektronischen Workflow unterstützt.


Unternehmensserviceportal - Phase 1 (Informationsportal und Einbindung bestehender E-Governmentanwendungen)
Das Unternehmensservice-portal (USP) ist eine One-Stop-eGovernmentanwendung für Business to Government. In der Phase 1 wird unter der Einbindung von bereits bestehenden E-Governmentanwendung ein umfassendes Informations- und Transaktionsportal bereitgestellt. Dadurch soll ein unverzichtbares Instrument für die Unternehmen und „DER“ elektronischen Zugang zur Verwaltung geschaffen werden. Darüberhinaus soll es gebietskörperschaften-übergreifend von allen österreichischen Behörden und Interessenvertretungen genutzt werden.


Breitbandförderung in entlegenen Gebieten
Breitband Austria Zwanzigdreizehn – kurz "BBA_2013" – ist ein aus Bundes-, Landes- und EU-Mittel gespeistes Förderungsprogramm, das den Wettbewerb zum Ausbau von Breitband-Internetinfrastrukturen im ländlichen Raum stimuliert. Die Schließung der letzten „weißen Flecken“ mit Breitbandinfrastruktur und insbesondere die Errichtung von NGA-Infrastrukturen (Next Generation Access) soll die rasche Verbreitung von ultraschnellen Breitbanddiensten ermöglichen, wovon Wachstumsimpulse und Agglomerationseffekte im ländlichen Raum erwartet werden.


KIG Informationsstrategie
Das KIG wird seine Arbeiten transparenter gestalten und stärker koordinativ auftreten. Dazu soll eine Website erstellt werden, in der die Arbeiten des KIG, die Fortschritte der Umsetzung der Maßnahmen nachvollzogen werden können und Informationen über IKT für alle Interessierte zur Verfügung gestellt werden.


Zentrale Digitale Bildungsservices
Den Lehrer/innen und Schüler/innen sollen in den Bundesschulen zentral servicierte Lernplattformen und Contentportale mit elektronischen Lehr- und Lernmaterialien angeboten werden. Das Angebot schuladäquater Standardsoftware soll mittels zentraler und österreichweiter Rahmenverträge ausgebaut werden.


Indexpflege
Der NRI, unser Maßstab, soll analysiert und den Führungskräften der öffentlichen Verwaltung nähergebracht werden. Gleichzeitig werden eine ausgewogenere Ermittlung der Rohdaten angestrebt sowie Verbesserungen der Methodologie vorgeschlagen.


Personenstandregister
Durch ein neues elektronisches Personenstandregister wird jeder Österreicherin und jedem Österreicher in Zukunft die Möglichkeit geboten, unabhängig vom Ort der Eintragung, überall in Österreich, die benötigten Urkunden zu erhalten.


Förderung von innovativen Dienstleistungsprojekten mit Schwerpunkt auf dem Bereich IKT
Erstantragsteller, also neu gegründete Unternehmen und Unternehmen, die erstmals ein Dienstleistungs-innovationsprojekt bei der FFG einreichen, erhalten für innovative Dienstleistungsprojekte Förderungen, für die insgesamt € 18,7 Mio. zur Verfügung stehen. Im Rahmen der Umsetzung bis Ende 2011 waren 90 % der geförderten Netzwerke (Programmlinie COIN-Net) IKT-fokussiert oder setzten IKT als Werkzeug ein; bei den Dienstleistungs-innovationen (Programmlinie Dienstleistungs-innovationen der FFG-Basisprogramme) waren es 82 %.