Horizon 2020: EU-Kommission investiert €16 Mrd. in Standortstärkung – IKT wichtiger Bestandteil

Brüssel, 13. Oktober 2015. Die europäische Kommission, in Zusammenarbeit mit dem EU-Förderprogramm Horizon 2020, will durch die Investitionssumme von €16 Mrd. die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Wirtschaftsstandort absichern und weiter stärken. 

Auch der Bereich „IKT/Digitalisierung“ ist zentraler Bestandteil der Initiative. Die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH wird sich im Rahmen ihrer Tätigkeit dafür einsetzen, den österreichischen IKT-Sektor durch dieses Programm bestmöglich zu fördern. 

Zur Umsetzung des Vorhabens wurde am 13. Oktober ein neues „Work Programme“für die Jahre 2016-2017 adaptiert, welches im Einklang mit den strategischen Zielen von Präsident Jean-Claude Juncker steht. Im Zentrum sind die Absicherung von Arbeitsplätzen, wirtschaftliches Wachstum, die Unterstützung des Digital Single Market, die Belebung des Energiesektors sowie die Förderung des Klimaschutzes – alles wichtige strategische Eckpfeiler, die Europa im internationale Vergleich stärken sollen. 

Dr. Georg Krause, Vizepräsident der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH, dazu: "Die Initiative ist ein positives Signal hinsichtlich der Stärkung des europäischen Marktes. Die IOÖ wird sich dafür einsetzen, dass wir in Österreich von diesem Programm weiterhin profitieren. Bisher ist uns dies mit immerhin 220 Mio. Förderung sehr gut gelungen. Als unmittelbar nächsten Schritt werden wir die Erwartungen der österreichischen IKT-Wirtschaft  bei unserem nächsten Branchentreffen am 9.11.2015 erheben." (Für nähere Informationen zu den Beteiligungen einzelner Staaten an Horizon 2020, folgen Sie bitte diesem Link

Horizon 2020 bietet im Zuge des neuen „Work Programme 2016-17“ eine Vielzahl an Förderungsmöglichkeiten und unterstützt die Umsetzung der langfristigen Prioritäten der Europäischen Union. Das Programm wird diverse Initiativen finanziell unterstützen, wie etwa die Modernisierung der europäischen Herstellungsindustrie (€1 Mrd.); den Bereich „Internet of Things“ (€139 Mio.); den Sektor „Automatic Driving“ (über €100 Mio.); „Industry 2020“ in der Kreislaufwirtschaft (€670 Mio.) und Projekte in Bezug auf Smart and Sustainable Cities (€232 Mio.). 

Zusätzlich werden mindestens €8 Millionen in den Bereich der Forschung zum Thema Sicherheit an den europäischen Grenzen fließen. Weitere €27 Mio werden zur Bekämpfung von Terrorismus und Verbrechen eingesetzt, €15 Mio. gehen an die Migrationsforschung. Ein weiterer wichtiger Fokus stellt das Gesundheitswesen dar, welches bereits im Vorfeld durch die Forschung von Horizon 2020 unterstützt wurde und mit zusätzlich €5 Mio. gestärkt werden soll. 

Das neue „Work Programme“ hat auch zum Ziel, den Wirkungsgrad der Förderungen von Horizon 2020 zu verbessern. Dies soll durch ein größeres Budget für Innovationen, durch Synergiebildungen zwischen verschiedenen EU-Förderprogrammen und durch klarere Richtlinien im Wissenschaftsbereich gewährleistet werden. 

 

Foto: (c) European Commission - Horizon 2020