IKT-Offensive könnte 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen

Unternehmen fordern Investitionen in IKT zur Ankurbelung der Wirtschaft - IKT ist stärkster Wirtschaftswachstums-Faktor

Beim heutigen "2. IKT-Konvent" der "INTERNETOFFENSIVE
 ÖSTERREICH" sprachen sich rund 200 Vertreter der heimischen 
IKT-Wirtschaft für eine massive Investitionsoffensive in IKT aus. "Es 
ist klar erkennbar dass jene Staaten, die die IKT-Entwicklung ihres
 Landes überproportional fördern, zu deutlich besseren
 volkswirtschaftlichen Ergebnissen kommen als andere", so Ing. Rudolf
 Kemler, ÖIAG-Vorstand und Präsident der Internetoffensive Österreich.
 Als Beispiel führte Kemler die Entwicklung der "Top-fünf"
 IKT-Nationen nach dem NRI (Networked Readiness Index) an: "Österreich
 belegt den Platz 19, deutlich hinter der Nummer eins, Finnland,
 gefolgt von Singapur, Schweden, Niederlande und Norwegen. Österreich
 muss hier zur Führungsgruppe dringend aufschließen. Die Entstehung 
von 10.000 neuen Arbeitsplätzen und 1.000 neuen IKT-Unternehmen in
 den kommenden 5 Jahren ist realistisch." Kemler fordert daher von 
Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eine erhöhte Kraftanstrengung, 
in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Unternehmensgründungen, 
Infrastrukturausbau und Anwendungsförderungen die Projekte der
 Prioritätenkataloge der INTERNETOFFENSIVE umzusetzen um die Ziele 
erreichen zu können.

"100 Millionen Euro investiert in den Ausbau der 
Telekommunikationsinfrastruktur bedeutet 1.500 neue Arbeitsplätze.
 Dabei ist es nicht vorrangig, den Breitbandausbau mit Mitteln der 
Öffentlichen Hand zu finanzieren, sondern jene regulatorischen
 Rahmenbedingungen zu schaffen, die Investitionen in diesem Bereich 
langfristig attraktiv machen", so Dr. Hannes Ametsreiter,
 Vizepräsident der Internetoffensive Österreich.

"Die heimische Telekommunikationslandschaft hat von der 
Marktkonsolidierung von vier auf drei Anbieter deutlich profitiert.
 Nun ist es aber wichtig, den Breitbandausbau im ländlichen Raum,
 besonders durch Mobilfunk, voranzutreiben. Wichtig ist auch eine
 ausgewogene Diskussion des Themas Netzneutralität. Die Freiheit des 
Internets braucht vor allem auch gut ausgebaute Netze. Die dazu 
notwendigen hohen Investitionen in neue Frequenzen und neue Netze 
müssen von den Betreibern zurückverdient werden können. Dazu braucht
 es die Möglichkeit, Produkte mit unterschiedlichen Leistungs- und
 Qualitätsmerkmalen anzubieten zu können. 

"Über einen wichtigen Fortschritt der Bundesregierung in Richtung
" top Gesundheits-Nation" weiß Mag. Peter Niederleithner, CEO von 
Raiffeisen Informatik Consulting und Leiter des
 Gesundheitsarbeitskreises der INTERNETOFFENISVE ÖSTERREICH zu
 berichten: "Mit der Verabschiedung des ELGA-Gesetzes ist von der
 Bundesregierung im letzten Jahr eine wichtige Voraussetzung für den
 Schritt in Richtung "top IKT-Nation" getan worden. Nun gilt es, die 
sozialen und gesundheitpolitischen Vorteile für die Menschen in
 diesem Land erlebbar und verfügbar zu machen. In einigen Jahren
 werden wir dann nicht nur die Lebensqualität der Menschen gesteigert 
haben, sondern auch das Gesundheitssystem effizienter und
 kostengünstiger gemacht haben".

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 Im Bild v.l.n.r.: Ing. Rudolf Kemler, Präsident der Internetoffensive Österreich Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger, Staatssekretär Dr. Josef Ostermayer