INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH: Beschluss der Breitbandförderung ist Durchbruch für IKT-Standort Österreich

Die Zusage der Bundesregierung zu der von der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH geforderten Breitbandförderung ist ein Durchbruch in der IKT-Standortpolitik Österreichs.

 

 Die österreichische Bundesregierung hat im Rahmen des heutigen Stakeholder-Treffens die Breitbandmilliarde bis 2020 sowie eine erste Tranche in Höhe von 200 Mio. Euro zugesichert. Demnach werden 2015 erste Fördermittel vergeben und können so bereits 2016 ausgeschüttet werden. „Das heutige Verhandlungsergebnis ist ein großer Erfolg für den IKT-Standort Österreich. Wie die österreichische Bundesregierung heute beschlossen hat, wird bereits 2015 eine erste Tranche der geplanten Breitbandmilliarde in Höhe von 200 Mio. Euro dem Standort zu Gute kommen. Das ist eine wichtige Zukunftsinvestition in die heimische Infrastruktur, die sich langfristig für Österreich um ein Vielfaches rechnen wird“, so Rudolf Kemler, Vorstand der ÖIAG und Präsident der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH.

Die heutige Übereinkunft von Vizekanzler Michael Spindelegger, Infrastrukturministerin Doris Bures, Vertretern der österreichischen Telekommunikationsunternehmen als auch Länder- und Gemeindevertretern stellt einen Durchbruch für die gesamte IKT-Branche dar. „Die heutige Einigung ist ein echter Meilenstein. Vizekanzler Spindelegger und Infrastrukturministerin Bures haben sichergestellt, dass der Technologiestandort Österreich zukunftsfit bleibt. Ein gut abgestimmter Ausbauplan und gezielte Förderzusagen sind ein wichtiges Ergebnis. Damit können wir in Österreich bis 2020 eine flächendeckende, leistungsfähige Breitbandversorgung vom Bodensee bis zum Neusiedlersee errichten“, so Hannes Ametsreiter, CEO der A1 Telekom Austria AG und Vizepräsident der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH nach dem heutigen „Runden Tisch“ im Finanzministerium.

Die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH (IOÖ) begrüßt den heutigen Vorstoß aller beteiligten Stakeholder und wertet diesen als positives Zeichen der politischen Entscheidungsträger gegenüber der gesamten IKT-Branche. Investitionen müssen nun strukturiert getätigt werden, um einen raschen und effizienten Infrastrukturausbau zu ermöglichen. "Es ist sehr positiv, dass nach langem Tauziehen beim Runden Tisch nunmehr der Startschuss für die Breitbandförderungen endlich gefallen ist und die erste Tranche von 200 Mio. Euro freigegeben wurde. LTE ist die Technologie, mit der Breitband sehr rasch auch und allem in ländlichen Bereichen angeboten werden kann. Darum ist es wichtig, dass dies in der Umsetzung der Förderung auch klar zum Ausdruck kommt", erklärte Andreas Bierwirth, CEO der T-Mobile Austria GmbH und IOÖ-Vizepräsident, zum Ausgang des "Runden Tisches".

Die drei Telekommunikationsunternehmen der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH bekräftigen weiterhin ihren Vorschlag eines Investitionspakts, wonach die A1 Telekom Austria, T-Mobile Austria und Hutchison Drei Austria, die von der Politik zur Verfügung gestellte Investitionssumme für den Breibandausbau verdoppeln. „Auch die führenden Telekommunikationsanbieter leisten im Rahmen des vorgeschlagenen Investitionspakts einen wesentlichen Beitrag, um gemeinsam mit den politischen Entscheidungsträgern, Österreich  verantwortungsvoll in eine digitale Zukunft zu führen“, betont Jan Trionow, CEO der Hutchison Drei Austria GmbH und IOÖ-Vorstand.

Der erst kürzlich veröffentlichte Bericht der EU-Kommission zum aktuellen Stand der Telekommunikationsmärkte in Europa unterstreicht einmal mehr, dass ein Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft unabdingbar ist, um nicht nur die Telekommunikationsbranche, sondern Österreichs Gesamtwirtschaft global wettbewerbsfähig zu halten:

- Österreich verfügt über einen der wettbewerbsintensivsten Telekommunikationsmärkte in Europa

- Die Umsätze der europäischen Telekommunikationsbranche sind 2013 erneut zurückgegangen, Investitionen nehmen jedoch wieder zu

Darüber hinaus unterstreichen einschlägige europäische Trends, die dringende Notwendigkeit Hochleistungsinternet für die österreichische Bevölkerung sowie für die Unternehmen zur Verfügung zu stellen: 

- Die Nutzung der herkömmlichen Sprachtelefonie geht mit der wachsenden Beliebtheit der Internettelefonie zurück

- Der Datenverkehr in der gesamten Europäischen Union steigt weiterhin rasch an

 

Foto: S. Hofschläger/pixelio