INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH: Starkes Signal aus Brüssel für die digitale Zukunft Europas

Der zukünftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker präsentierte heute Mittag die neue Ressortzuteilung der EU-Kommission 2014 – 2019: Andrus Ansip als Kommissions-Vizepräsident für den Digitalen Binnenmarkt und Günther Oettinger als Kommissar für Digitale Wirtschaft sind das IKT-Duo für ein zukunftsfittes digitales Europa.

Die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH (IOÖ) begrüßt die Entscheidung Juncker’s der digitalen Sphäre mehr Bedeutung beizumessen. Neben der Einführung von jeweils zwei Ämtern je zukunftsweisendem Schwerpunktthema, ist auch die Struktur der EU-Kommission überarbeitet worden. Neu am College ist, dass EU-Kommissar Juncker sieben Projekt-Teams gegründet hat. Innerhalb des Projekt-Teams von Vize-Kommissar Ansip arbeiten künftig sieben EU-Kommissare an der Etablierung eines vernetzten digitalen Binnenmarkts. „Die neue Struktur der EU-Kommission in Form inhaltlicher Schwerpunkte ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der Digitale Binnenmarkt als eine der Prioritäten zeigt, dass Präsident Juncker die Bedeutung der IKT-Wirtschaft ernst nimmt. Europa braucht endlich eine digitale Vision, eine ganzheitliche Strategie und die klare Ansage, dass die IKT-Branche wie zu GSM-Zeiten auch bei neuen Innovationen wieder Weltmarktführer werden soll. Den Worten von heute müssen jetzt rasch konkrete Taten folgen, denn die Welt wartet nicht auf Europa“, so Rudolf Kemler, Vorstand der ÖIAG und IOÖ-Präsident, zur neuen Struktur der EU-Kommission.

Es bleibt abzuwarten welche Themenschwerpunkte Vizepräsident Ansip und Kommissar Oettinger in den nächsten fünf Jahren setzen werden. Die neue EU-Kommission nimmt am 1. November 2014 ihr Amt auf. Ab dann wird sich zeigen, inwieweit die Realisierung eines starken digitalen Binnenmarkts mit wettbewerbsfähigen IKT-Unternehmen voranschreitet.

Als der IKT-Branchenvertreter spricht sich die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH klar gegen den DSM-Gesetzesvorschlag in seiner derzeitigen Form aus und appelliert an Kommissar Oettinger und Vize-Kommissar Ansip von einschneidenden Regulierungen in den Bereichen Roaming und Netzneutralität abzusehen, da diese für die europäische Telekommunikationsbranche folgenschwere finanzielle und strukturelle Konsequenzen haben. 

 

Foto: Schmuttel/pixelio