Die Interessenvertretung aller IKT-Stakeholder

 

Die INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH versteht sich als Interessenvertretung aller Stakeholder im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Durch ihren Status als beratendes Organ im Kompetenzzentrum Internetgesellschaft (KIG) der Österreichischen Bundesregierung kann sie direkt und unmittelbar IKT-Projekten zur Umsetzung verhelfen. Diese Kooperation soll vor allem zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft führen, die Österreich als Standort für IKT erfolgreich positioniert und im Networked Readiness Index (NRI) voranbringt.

Ziel ist es, sowohl innerhalb der Bevölkerung als auch bei Unternehmen, die gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Dimension des Internets nachhaltig im Bewusstsein zu verankern, Vorbehalte abzubauen, Chancen aufzuzeigen, den selbstverständlichen Umgang mit neuen, hochattraktiven Internet-Anwendungen zu fördern und letztendlich Österreich einen Spitzenplatz in der Durchdringung und Nutzung des Mediums Internet zu sichern.

Die IOÖ verfolgt vier konkrete Ziele für Österreich:

  • Österreich einen Spitzenplatz im Ranking der Top-IKT-Länder sichern
  • Die Nutzung der zahlreichen Möglichkeiten der heimischen Breitbandstruktur stimulieren, vor allem die private Breitbandnutzung deutlich erhöhen
  • Internet als Chance für alle sehen, Barrieren und Hemmschwellen abbauen
  • Österreich als erstklassigen Forschungsstandort für IKT-Technologien etablieren

Um diese Ziele umzusetzen, nehmen österreichische IKT-Stakeholder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft an Arbeitskreisen teil und bringen ihre Expertise zur Entwicklung von neuen IKT-Projekten ein. Die Ausarbeitung einzelner Projekte erfolgt durch moderierte Arbeitskreissitzungen. Eine umfangreiche Dokumentation und Unterstützung in der Aufbereitung der Projekte durch die Geschäftsstelle der Internetoffensive Österreich garantieren einen transparenten Entstehungsprozess.

 

Die Arbeit der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH konzentriert sich auf vier Bereiche:

KIG-Kooperation & Arbeitskreise: Die Aufgabe des Kompetenzzentrum Internetgesellschaft (KIG) ist die Priorisierung von vielversprechenden IKT-Projekten, die zuvor in den Arbeitskreisen der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH (IOÖ) erarbeit werden. Durch Aufnahme in den Prioritätenkatalog der österreichischen Bundesregierung erhalten diese tatkräftige, politische Unterstützung.

IKT-Awareness in der Politik & Ministerbriefings: Die IOÖ ist eine Plattform, die die Zusammenarbeit von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft & Wirtschaft im IKT-Bereich ermöglicht bzw. erleichtert. Durch die regelmäßige Abstimmung mit den Stakeholdern erlangen die Projekte einen hohen Grad an politischem Commitment. Neben der Miteinbeziehung der politischen Akteurinnen und Akteuren in die frühe Phase der Projektentwicklung, finden regelmäßige Ministerbriefings der IOÖ statt. Es werden bewusst alle Ressorts angesprochen, da IKT mittlerweile fast jeden Lebensbereich des Menschen beeinflusst.

IKT Interessensverband: Maßnahmenkatalog & Regierungsprogramm: Die IOÖ hat im ersten Halbjahr 2016 die "52 Maßnahmen zur beschleunigten Digitalisierung Österreichs" vorgestellt, die Seitens der Bundesregierung bereits teilweise umgesetzt wurden. Der IKT-Sektor ist bereits zu einem der wichtigsten Pfeiler der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft geworden. Im internationalen Vergleich befindet sich Österreich jedoch nur im guten Mittelfeld. Ziel ist es, Österreich als IKT-Top-Nation in Europa zu positionieren, weswegen die IOÖ und das KIG auch laut dem aktuellen Regierungsprogramm mit der Entwicklung digitaler Leuchtturmprojekte beauftragt sind. Nur mit einer Konzentration auf diverse Exzellenzfelder wird es Österreich gelingen, sich als Wissensgesellschaft in der Welt zu etablieren.

Public Relations, Pressekonferenzen & Themen-Setting: Um die Öffentlichkeit über aktuelle Tätigkeiten der IOÖ in Kenntnis zu setzen, werden diverse PR-Tools angewandt: neben Presseaussendungen und der Organisation von Pressekonferenzen zu aktuellen IOÖ-Umsetzungsprojekten bedeutet der IKT-Konvent ein jährliches Highlight für die IKT-Branche Österreichs. Ein weiterer Schwerpunkt der PR-Aktivitäten ist die Teilnahme der IOÖ-Vorstände an fachspezifischen Veranstaltungen.

 

Anfänge der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH

Die Idee zur Internetoffensive Österreich wurde im Herbst 2007 nach Gesprächen zwischen Vertretern der IKT-Industrie, IKT-Institutionen (Organisationen und Interessensvertretungen) und der österreichischen Bundesregierung geboren.

Gestartet wurde die Internetoffensive Österreich im März 2008 unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer und Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer. Ab März 2008 arbeiteten mehr als 400 Experten, mehr als 35 Vorstände und Geschäftsführer führender IKT-Unternehmen und rund 170 Unternehmen und Organisationen in über 60 Gesprächs- und Sitzungsrunden in den damaligen sechs Arbeitskreisen: Wissenschaft und Forschung – Bildung und Generationen - Kultur und Medien - Gesundheit und Soziales - Wirtschaft, Infrastruktur und eGovernment - Sicherheit und Konsumentenschutz - an der Entwicklung der IKT-Strategie für Österreich. Das Ergebnis dieses Prozesses war die Österreichische Internetdeklaration.

Die Entstehung der Internetdeklaration

Die Österreichische Internetdeklaration ist eine gemeinsame Willenserklärung zu den wichtigsten Themen rund um das Internet. Sie dient als wirtschaftliche, kulturelle und soziale Handlungsanleitung für die Umsetzung von Maßnahmen zu IKT in Österreich. Unter Mitwirkung von Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnern und Interessensvertretungen wurde sie bis zum Herbst 2008 fertig gestellt. Mit Übergabe der Österreichischen Internetdeklaration am 9. Februar 2010 an Bundeskanzler Werner Faymann und dem damaligen Vizekanzler Josef Pröll war der Prozess offiziell abgeschlossen. Ein Jahr später, am 22. Februar 2011, wurde der 1. Prioritätenkatalog der Österreichischen Bundesregierung auf Grundlage der Österreichischen Internetdeklaration im Ministerrat beschlossen.

 

Die Statuten der Internetoffensive Österreich finden Sie hier.