Startschuss zur digitalen Aufholjagd gezündet!

 

  • Über 600 Delegierte aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik
  • Kollaboration als Stichwort für einen Spitzenplatz in Europa
  • Über 20 „Digital-Turbos“ im Sinne von Umsetzungsmaßnahmen für Österreich erarbeitet

 

Der heutige IKT-Konvent der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH verzeichnete einen neuen Besucherrekord: Über 600 geladenen Delegierte aus den drei Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zündeten gemeinsam mit der Bundesregierung den Startschuss zur digitalen Aufholjagd für Österreich. Kernthemen der Veranstaltung bildeten u.a. die hochinnovative Mobilfunktechnologie „5G“, die erfolgreiche Digitalisierung österreichischer KMUs sowie neue Impulse für eine digitale Ausbildungsoffensive und einen „Leading Digital Nation“-Standort. Das jährliche Branchenevent sticht vor allem durch starke inhaltliche Kompetenz hervor: Im Rahmen von Breakout-Sessions, den „Digital Valleys“, wurden durch die Teilnehmer über 20 „Digital-Turbos“ im Sinne von Umsetzungsmaßnahmen erarbeitet, um daraus die Top 3 der „Digital-Turbos“ live zu voten. Darüber hinaus gab es Live-Schaltungen u.a. in die asiatische Digitalcity Singapur und in das Silicon Valley.

Als VertreterInnen der Bundesregierung nahmen Bundesminister Norbert Hofer (BMVIT), Bundesministerin Margarete Schramböck (BMDW) sowie Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß (BMFFJ) am Konvent teil.

„Wenn wir über Digitalisierung sprechen, reden wir oft über Industrie 4.0, Artificial Intelligence, 5G und Robotik. Das ist alles wichtig und da muss Österreich vorne mit dabei sein. Für viele Menschen ist Digitalisierung aber mit Angst verbunden. Diese Sorgen müssen wir ernst nehmen und in Optimismus umwandeln. Wir werden niemanden zurücklassen, dafür entscheidend sind die digitalen Kompetenzen“, so Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck im Rahmen des IKT-Konvents.

Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Norbert Hofer über die Bedeutung der Vorreiterrolle von Österreich: „Digitalisierung ist heutzutage bereits in allen Lebensbereichen angekommen und aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken! Hierbei eine Vorreiterrolle einzunehmen, ist für Österreich deshalb von größter Bedeutung und muss prioritär behandelt werden. Wir können im internationalen Wettbewerb nur dann erfolgreich sein, wenn die auf Basis neuer Schlüsseltechnologien entwickelten Anwendungen und Dienste möglichst allen Menschen im Land zur Verfügung stehen. Österreich kann nur durch Innovation und eingesetzte Technologie den Industriestandort weiter ausbauen und damit seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Dafür ist moderne und leistungsstarke Infrastruktur notwendig.“

Mag. Michaela Novak-Chaid, Präsidentin der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH im Rahmen der Eröffnung: „Um Österreich an die Spitze der Digitalisierung zu bringen müssen wir in Zukunft noch enger und besser zusammenarbeiten. Die Internetoffensive Österreich lebt seit ihrer Gründung diese Form der engen und partnerschaftlichen Kollaboration vor – so wurde im vergangenen Jahr die Anzahl der an den Allianzprojekten mitwirkenden Experten auf 400 verdoppelt.“

Im Rahmen des Konvents wurde durch die drei Telekom-Betreiber A1 Telekom Austria, Hutchison Drei Austria sowie T-Mobile Austria und UPC Austria der Status Quo der 5G-Nation Österreich erläutert. Das Angebot in Richtung Regierung, jeden Euro, der durch eine effizientere Regulierung eingespart wird, eins-zu-eins in den österreichischen Infrastrukturausbau zu investiert, wurde erneut bekräftigt.

Marcus Grausam, CEO A1 Telekom Austria und Vize-Präsident der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH, hält fest: „Eine erstklassige und ultraschnelle Infrastruktur ist die entscheidende Grundvoraussetzung für einen Spitzenplatz in der Digitalisierung. Daher müssen wir sicherstellen, dass Österreich als eines der ersten Länder in Europa eine entsprechende 5G-Infrastruktur bekommt. Dadurch sichern wir Wertschöpfung, schaffen zusätzliche Arbeitsplätze und fördern die rot-weiß-rote Innovationsleistung.“

DI Jan Trionow, CEO Hutchison Drei Austria und Vize-Präsident der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH, ergänzt: „5G ist keine Telekom- sondern eine Lebensinfrastruktur. Durch die herausragenden Eigenschaften, wie zB. ultrakurze Latenzzeit und 1000-fach höhere Kapazität, steuern wir auf einen technologischen Quantensprung zu, der viele essentielle Anwendungen der Zukunft, u.a. ‚Autonomes Fahren’ und ‚Internet der Dinge’, überhaupt erst ermöglicht.“

Dr. Andreas Bierwirth, CEO T-Mobile Austria und UPC Austria, ebenfalls Vize-Präsident der INTERNETOFFENSIVE ÖSTERREICH, führt darüber hinaus an: „Vom Ausbau der 5G-Infrastruktur profitiert ganz Österreich. Dieser muss nun an Geschwindigkeit aufnehmen, damit wir in der digitalen Aufholjagd eine Chance haben. Als Fazit des heurigen Konvents hat sich bestätigt: Wir müssen 5G als Standort-Turbo nutzen um damit Österreich an die Digitalspitze in Europa bringen.“

Im Rahmen des IKT-Konvent wurde auch die „Digital Leader Study“ des Beratungsunternehmen BearingPoint präsentiert. Die Studie erhebt erstmals in Form einer 360Grad-Analyse die digitale Wertschöpfung von Industrie, KMUs und E-Government. Daraus resultierend wurden „Handlungs-Empfehlungen“, zum Beispiel die Implementierung einer Digitalisierungsquote (ein Digitalisierungsexperte je Aufsichtsrat) erhoben. Dazu Mag. Andreas Unger, Partner von BearingPoint Österreich: „Laut unserem Digitalisierungs-Performance-Index belegt Österreich noch immer einen Mittelplatz im europäischen Vergleich. Daran hat sich in den letzten Jahren leider nichts geändert.  Digitalisierung ist kein Add-On, sondern eine Geschäftsstrategie. Unternehmen müssen sich dahingehend im Kern verändern; nur wer das gesamtheitlich tut, wird auf Dauer bestehen.“.